Schatten einer Sklavenmoral

Andere haben Corona, bei uns in Tirol sind die Äste der Bäume schneegezeichnet, die Zweige, Bäume, Häuser, Sträucher benützten die auskristallisierten Aerosole, die in Massen aus dem Himmel ausgeflockt sind, um unsere scheußliche alpine Architektur und Landschaftsverunstaltungen mild, rein weiß und weich erscheinen zu lassen.

Nach jüngst erlernten Einsichten muss der Schneefall wohl einige jener freischwebenden Aerosole, die nicht von Masken gebunden wurden, schneeflockenbelastet zu Boden drücken. 

Wann wird endlich auch der Schnee auf Corona getestet? 

Jetzt wisst Ihr auch, wieso wir in Tirol schifahren, rodeln und langlaufen dürfen: wegen der Reinigungskraft des Schnees! 

Nur, damit Ihr auch das versteht, wir haben hier nicht nur Ischgl, sonder auch ungeahnte Schneemassen für die Luftreinigung zur Verfügung.

Ihr könnt ruhig zum Schilaufen kommen! 

Thomas Bernhard

Platons Höhlengleichnis, ein Corona-  Ereignis

In den über zweitausend Jahren, seitdem Platon das Höhlengleichnis schrieb, hat sich einiges in der Leseweise dieser Erzählung verändert. Das uns wärmende Feuer wirft Schatten und gibt damit Informationen auf den Höhlenwänden an uns weiter. 

In der Zeit der Entstehung des Werkes, das einen Philosophenstaat zum Ziel hatte, wussten nur die, die aus der Höhle hinaus ans Tageslicht gelangt waren, von den Illusionen, denen die Höhlenbewohner ausgesetzt sind. Die Zurückgekehrten waren den Höhlenbewohnern fremd geworden und die Auffassung, dass alles was hier unten als Wirklichkeit erscheint nur Schatten seien, wurde von den Verbliebenen nicht angenommen.

Heute meinen alle, sie wären schon draußen gewesen und wüssten um die Illusionen und Erregungen, in die wir durch unsere flimmernden Medien versetzt werden. 

Nur, die Schatten sind immer noch die einzigen Informationen, die wir von der Welt bekommen und wir haben nichts anderes!

Die Schatten, die Corona wirft, sind nur Zahlen, sich permanent ändernde Zahlenreihen, Inzidenzwerte und wie sie alle heißen mögen. Parameter, die immer wieder an die neuesten Erkenntnisse angeglichen werden. 

Diese Schatten sind Möglichkeitsmodulationen, Wenn-Dann-Vorausschauen, deren Wirklichkeit immer auch noch ganz anders sein können und nächste Woche es auch sein werden! 

Unsere Demokratie züchtet Sklavenmoral

Peter Handke

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass unser natürliches Immunsystem den Virus bewältigen könnte und es den einen oder anderen Lockdown nicht gebraucht hätte. 

Aber bitte, welche Politiker könnten sich auf dieses Wagnis  einlassen, würden den Mut aufbringen, die Menschen ohne strikte Vorsichtsmaßnahmen ihrer Eigenverantwortung zu überlassen? 

Solche Politiker müssten wie Diktatoren über eine Macht verfügen, und sogar diese würden berücksichtigen müssen, dass es zu Aufständen kommen könnte.

Führten diese Nichtmaßnahmen zu einer erhöhten Mortalität,  wären diejenigen, die heute auf die Straße gehen, um gegen die Maßnahmen der Regierung zu protestieren, die ersten, die diese Politiker öffentlich anprangern würden.

Die wellenartig auf und niederschwappenden Emotionen von „jetzt ist aber genug!“,  mit den dazugehörigen Demonstrationen, wie letzte Woche in Wien, bis zum resignativen „was soll man denn auch machen?“, verweisen auf eine Sklavenmentalität (1), die unsere indirekte Demokratie gezüchtet hat. 

Wechsel- und Protestwähler, die mehr als die Hälfte aller Wähler ausmachen, sind nur ein Anzeichen hierfür.  Parteien die sich, sobald an der Macht, alle Posten in staatsnahen Betrieben, in Ministerien, staatlichen Einrichtungen, wie der Volksanwaltschaft usw., im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehanstalten unter sich aufteilen, führen unweigerlich zu korrupte Strukturen (2). 

Elfriede Jelinek

Fehlen direkt-demokratischer Strukturen ermöglicht es den Menschen nicht, sich in die Lage von Politikern zu versetzen, die ihre Entscheidungen aus dem Blickwinkel des Souveräns zu fällen haben. 

In direkt-demokratischen Verfahren wird der Wähler zum Souverän. Er erlernte im wiederholten Fall, was politische Verantwortung heißt! 

Direkt-demokratische Entscheidungsprozesse liefern   entsprechende Expertisen mit, zu denen Umfrageinstitute nicht fähig sind. 

Auch wenn über Maßnahmen zu „Corona oder nicht“ schwerlich direkt-demokratisch abgestimmt werden kann, bedürfen funktionierende direkt-demokratische-Verfahren über längere Aufklärungs- und Entscheidungsphasen. Ein Volk, das regelmäßig selbst Souverän sein muß wird den direkt gewählten Vertretern und deren Entscheidungen verständiger gegenüberstehen, als Menschen unserer „denen-zeigen-wir’s-Demokratie“.  

Seit Ende der Monarchie hat unsere Demokratie viele Untertanen und verkappte Anarchos erzeugt, unscheinbare Bauern, Handwerker, kleine Selbständige, Gastwirte und Hoteliers, Beamte und proletarisierte Industriearbeiter haben den Staat als Nehmenden an Grund und Boden (4), an Steuern, Rechten und Privilegien kennengelernt und sind von dadurch äußerst skeptisch diesem gegenüber. 

Der Übergang von der Industriegesellschaft zur Dienstleistungsgesellschaft führte zum Verlust von Solidarität. Der verlogene Heimatbegriff wurde im Vielvölkerstaat Österreich für diejenigen funktionalisiert (5), die von wo anders her kamen und denen Heimat geboten werden musste. Eine Heimat, die sie dann gegenüber  nachfolgenden Fremden verteidigen sollten.

Die im Moment abgezogene Show der öffentlich-rechtlichen Medien, die reine Propaganda betreiben, um Impfung und andere Maßnahmen den Menschen plausibel zu machen, und die Protestmärsche in Wien als von Faschisten durchsetzt abtun, wirken auch nicht gerade vertrauensbildend (6) . 

In diesem politisch emotionalen Umfeld können Coronamaßnahmen für Teile der Bevölkerung als Machenschaft des Staaten angesehen werden. Das ist das Ergebnis einer lange gepflegten Untertanenmentalität, der wir in Österreich in jedem Dorf und in jeder Stadt begegnen.

Karl Kraus 

Nicht umsonst sind die besten SchriftstellerInnen Österreichs, wie Karl Kraus, Thomas Bernhard, Ingeborg Bachmann, Peter Handke,  Elfriede Jellinek,  Marlene Streeruwitz  gewaltig Schimpfende vor dem Herrn.   

GL

(1) https://luhmannsschwarzehefte.wordpress.com/2020/11/19/demonstration-einer-sklavenmoral/

(2) siehe das  Gerichtsverfahren gegen Karl-Heinz Grasser, das diese korrupten Strukturen aufdeckte: 

https://www.handelsblatt.com/politik/international/oesterreich-ex-finanzminister-grasser-wegen-korruption-zu-acht-jahren-haft-verurteilt/26690074.html

(3) In der Schweiz konnte bei der Abstimmung „No-Billag“ – in der es um die Gebührenregelung für den öffentlich-rechtliche Rundfunk und TV-Anstalten ging – eine  umfassende Expertise unter Beteiligung der Konsumenten und Produzenten erstellt werden. Kein Umfrageinstitut hätte Kapazitäten dieser Größenordnung. 

(4) Die Aufteilung von Grund und Boden nach Ende des Kaiserreichs in Bundesforste, in Bauernland und Gemeindewald erzeugte vor kurzem,  in dem Streit über die Rechte der Agrargemeinschaften eine Art Staatskolaps.

(5) der von Jörg Haider über Jahrzehnte funktionalisierte Ortsschilderstreit „für und gegen“ das Aufstellen zweisprachiger Ortstafeln ist nur eines der unzähligen Beispiele des manipulativ eingesetzten Heimatbegriffs! 

(6) für den ORF Redakteur Armin Wolf war die Anwesenheit von Strache, Küssel & co. Grund genug die Demonstrationen abzutun!

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