Demonstration einer Sklavenmoral


„Wie Dr. Raphael Bonelli gegen die Wand fuhr“

Dr. Bonelli gehört wie Bodo Schiffmann, Sucharit Bhakdi,  Wolfgang Wodarg und der „Coronaausschuss“ zu den Vertretern einer „Skavenmoral“ ( Friedrich Nietzsche),

die viele Sympathisanten um sich vereinigt haben, die sich alle immer und überall von den Herrschenden manipuliert fühlen.

Auf Demonstrationen, wie heute den 18. November in Berlin, tragen sie dann diese Skavenmoral auf Schildern trommelnd und singend durch die Stadt.

Raphael Bonelli bekommt mit seinen Videos auf dem katholisch orientierten RBB Kanälen über YouTube und Telegramm an die 20 – 80 000 Aufrufe pro Sendung.

Als Psychiater hatte er sich neben fachspezifischen Themen immer mehr der Coronakrise zugewandt und als Coronaskeptiker, der nach seiner Selbstdefinition nur „de-eskalieren“ will, schafft er aber dauernd Fronten.

So erscheint er in seinen Videos immer, ein wenig wie der Wolf im Schafspelz, sanft und um seine vermittelnde Rolle bemüht.

Er hatte Clemens Arvay ( „der PCR Tests  zweifelhaft findet“) eingeladen,  

hat sich – nach seiner Formulierung – dem „Riesen“ wie Sucharit Bhakdi zugewandt während er die kritisierenden Zwergen links liegen lässt.

Er bewundert den klug daher labernden Staatsskeptiker  Gunnar Kaiser,

zweifelt an der Notwendigkeit der Masken und macht immer wieder klar, was er von den staatlichen Maßnahmen zu Corona insgesamt hält.

Sehr wenig!

Betont dabei aber unablässig: „Er wolle nur deeskallieren.“

Als in Österreich von der Regierung am Samstag, den 15. Nov. 2020 ein verschärfter Lockdown ausgerufen wurde, 

erlebten wir erstmals einen Dr. Bonelli – sonst in seiner Praxis selbstbewusst vor einem Bild des Aktionisten Hermann Nitsch posierend –  völlig atem- halt- und hilflos. 

Sichtlich irritiert stammelte er vor sich hin und fragte uns, seine Agenden, was er nur übersehen habe? 

Etwas scheinheilig gibt er uns dann die Aufgabe:

Zahlen und Statistiken zu liefern, die er womöglich übersehen habe, kann er sich doch überhaupt nicht erklären, wie es zu diesem Lockdown gekommen sei. 

Es kann doch nicht die Zahl der steigenden Infektionen sein, die Anlass zu den verschärften Maßnahmen geben, fragt er laut, denn diese – so seine Erklärung – verweisen doch nur auf eine zunehmende Immunisierung der Bevölkerung, und das sei doch nur positiv.

Die Überlastung der Intensivbetten könnte es doch auch nicht sein – wirft er in den Raum – da wir davon noch weit entfernt seien. 

Und eine mögliche Triage kann es auch nicht sein, denn diese kenne er als Arzt und mit dieser sind Ärzte immer schon konfrontiert! 

Eines ist klar, wenn jemand noch vor Wochen die Glaubwürdigkeit aller PCR Tests anzweifelt, sind Infektionszahlen kein Maßstab.

Es kommt mir so vor, als ob Herr Bonelli von den  Exponentialfunktionen im Coronageschehen wenig hält.

Aber letztlich werden nicht die Betten oder das Personal  bei einer exponentiellen Zunahme schwerer Verläufe und zunehmender Todesfälle das Problem sein, 

sondern jene Bürger mit ihrer Sklavenmoral, die immer an den Herrschenden lautstark zweifeln und gemeinsam mit Bonelli nach den Verantwortlichen schreien werden, denn diese haben wieder mal nichts getan. 

Ab einem Punkt im Anstieg der Infektionen ist ein Kollaps des gesamten Gesundheitssystems – mit all den Unwägbarkeiten solcher Modellrechnungen – vorhersehbar!

Meinen Sie, Herr Bonelli, die hunderten, ja tausende von Fachleuten, die die Daten ( alleine in Österreich) zusammentragen und auswerten, wüssten nichts von Falschpositiv-Tests oder von den Fehlerquoten der Testverfahren? 

Meinen Sie, diese Einrichtungen würden nicht über Verhältniszahlen zwischen positiv getesteten Personen und Erkrankten, mit leichten wie schwereren Verläufen verfügen ( die wir auf den Dashboards der Länder selbst einsehen können), mit denen sie dann Hochrechnungen erstellen? 

Meinen Sie, dieses Fachpersonal wäre wirklich so blöd und würden nicht längst potenzielle Fehlerquoten und andere Unwägbarkeiten eingerechnet haben? 

Meinen Sie, die Regierungen ( nicht nur die von A) würden auf Grund von Horoskopen zu so schwerwiegenden Entscheidungen kommen, wie die totale Isolation ihrer Bürger, das Herunterfahren der Wirtschaft und der Verschuldung von Nationen bis in die dritte Generation? 

Aus jedem Interview mit Modellrechnern und Statistikern können Sie heraushören, dass diese viele der Unwägbarkeiten längst einberechnet haben und trotzdem zu dem Ergebnis kamen:

Bei einer Steigerung der Infektionszahlen wie sie in den letzten Wochen zu beobachten war, werden die schweren wie schwersten Verläufe exponentiell zunehmen und ein Kollaps des Gesundheitswesens ist absehbar.

Was tut aber Raphael Bonelli angesichts seiner eigenen Irritation, in die er sich über Wochen und Monate hineinmanövrierte hat? 

Das, was man in so einer Situation macht: 

Schuldige finden! 

Bonelli: „Die Regierung wusste doch seit dem Frühjahr von der zweiten Welle und hätte längst für einen zweiten Lockdown vorausplanen können.“

Wieso, fragt der Psychiater, wurde im Sommer  nicht Vorsorge getroffen und mehr Betten zur Verfügung gestellt. OP Schwestern umgeschult, damit diese bei schweren Krankheitsverläufen den Ärzten zu Hilfe kommen könnten?

So der Vorschlag eines Arztes,

der in jene Monaten, als die Regierung, nach seiner Auffassung Notfallstationen hätte einrichten sollen, selbst nichts anderes tat, als Zweifel zu säen, dass wir nur von den Herrschenden manipuliert würden (1).

Ja, in diesen Monaten baute Bonelli immer wieder Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern auf. Auch in seinem  im letzten Video (2) bekamen wir seine Art der De-Eskalierung vorgeführt:

Es gäbe zwei Gruppen: 

Die, die alle Maßnahmen für übertrieben halten und von ignorant bis aggressiv den Maßnahmen gegenüberstehen 

und  jenen

die die Maßnahmen befürworten, ja diese noch als zu gemäßigt ansehen und die sich aggressiv gegen jene wenden, die diese Maßnahmen nicht einhalten wollen.

So etwas nenne ich Fronten aufbauen, Menschen aufhetzen und Eskalation befördern.

Denn tatsächlich verhält es sich ganz anders: 

Es gibt diejenigen, die aus einem Gefühl heraus, oder nach eingehender Prüfung, oder sonstwie zu der Auffassung gelangt sind, 

dass wir den Coronavirus nicht unterschätzen dürfen, er sich als hoch ansteckend erwiesen hat, es zu schweren bis schwersten Krankheitsverläufen kommt und zu länger andauernden gesundheitlichen Folgeschäden und bei einer exponentiellen Zunahme der positiv getesteten Fälle strenge Richtlinien der Isolierung unerlässlich sind. 

Einschub:

Am gleichen Tag als die Regierung von A den leichten LOCKDOWN ausrief, gab es einen Stau im Stubaital und im Zillertal, weil alle noch mal am Gletscher Schifahren wollten. 

Als der verschärfte Lockdown in A ausgerufen wurde stauten sich Menschenschlangen in der Wiener Innenstadt vor den Schuhgeschäften, die an dem Tag  50% Rabat gaben. 

Nur zwei Beispiele für unser Herdenverhalten! 

————-

Herr Bonelli: Es gibt nicht die zwei Fronten, die Sie so versiert aufbauen! 

Es gibt ein Einsicht, zu der jeder nach Prüfung der Fakten – völlig ohne Regierung – kommen kann, dass wir, um dem Virus Herr zu werden, unsere Kontakte reduzieren müssen. Wenn nicht freiwillig, dann eben verordnet und damit allgemein verbindlich und verpflichtend.

Mit dieser Einsicht haben wir Menschen verständlicher Weise große Problem und entwickeln reale wie imaginäre Ängste. 

Jene aber, die, die Maßnahmen für notwendig halten tun sich vielleicht etwas leichter damit umzugehen.

Jene die die Maßnahmen als sinnlos ansehen, erleben sich auch noch als Fremdbestimmt und in ihren Freiheiten beschnitten.

Letztere tun sich natürlich schwerer, mit Anordnungen umzugehen deren Sinn sie anzweifeln.

Diese Regierung kann ja abgewählt werden! 

Wenn eine Regierung – was ihr sicher nicht leichtfällt – zu solche Maßnahmen gezwungen ist, können wohl diese Maßnahmen kritisiert und deren Begründungen angezweifelt werden,

bei aller Kritik sollte auch darauf geachtet werden, dass die Kritik die Maßnahmen selbst nicht da absurdum führt.

Sollten diese Maßnahmen wirklich notwendig sein, muss man es den Menschen nicht noch schwerer machen, als sie es durch diese einschneidenden Bedingungen schon haben. 

Wir können Regierungen nur wählen, wenn diese dann auch regieren können!

Von Skavenmoral ist zu sprechen wenn die Regierten die Position der Regierenden nicht aus sich selbst hervorbringen können und immer nur als Untertanen auf Anordnungen der Obrigkeit reagieren!

Leider macht gerade Corona deutlich, dass wir als Volk noch einiges lernen müssen, um Souverän zu werden. 

Herr Bonelli ist ein Paradebeispiel für Skavenmoral!

Scheinheilig hängt er sich das Schutzschild Objektivität um dahinter eine fehlend klare Position zu verbergen! 

Die Sklavenmoral will und kann nicht bekennen, aber gleichzeitig fehlt ihr auch das gesunde Maß an „Bekenntnisekel“! 

Wie Bazon Brock, das notwendige Gegengewicht zum Bekenntnis nennt! (3) 

GL

(1) siehe den von Bonelli eingeführten Vortrag von Gunnar Kaiser:

https://youtu.be/u11Dx9s3FQs )

(2) https://youtu.be/n1Y-PApAJNI

(3) In der Mitte des Videos fällt die Aussage, dass in das Glaubensbekenntnis auch der Aufruf zum Bekenntnisekel eingebaut werden sollte.

1 Kommentar zu „Demonstration einer Sklavenmoral“

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