Vor welchem Gestank schützt uns das Tragen von Masken?

Hier wurde immer wieder behauptet: 

Der medizinisch-hygienische Auslöser der Corona-Maßnahmen sagt noch nichts über seinen sozialen Ursprung und dessen Wirkung aus.

Um dies nicht nur zu behaupten, möchte ich hierzu einige Gedankengänge – wenn auch nur rudimentär essayistisch – anklingen lassen.

Die leitende Frage lautet: 

Welche strukturellen (systemimmanenten) Voraussetzungen im Sozialen waren zu beobachten, als Corona zu einer weltweiten Pandemie wurde (obwohl dessen Gefährlichkeit sich nur wenig von vorausgehenden Gefährdungen dieser Art unterschied)?

Die Fokussierung auf die Rolle der Weltgesundheitsbehörde in der Frage ihrer Entscheidung, Corona als Pandemie einzuschätzen, findet andernorts statt ( u.a. bei Dr. Wolfgang Wodarg).

Ich möchte mich hier auf soziale Felder konzentrieren, die vordergründig nicht im Zusammenhang mit Corona genannt werden, und Vermutungen und Thesen ansprechen, die mehr Gedankenanregungen sein sollen.

Die Corona-Maßnahmen wurden beim Lockdown mit einer Geschwindigkeit und Vehemenz ein- und durchgesetzt und sofort von der Bevölkerung angenommen (die Proteste kamen erst um zwei, drei Monate verzögert an), wie das bei bisheriger Entscheidungen von Regierungen, Gemeinden, Kommunen, aber auch innerhalb von Betrieben bisher undenkbar gewesen wäre.

Verordnungen, Entscheidungen und …

Ein Flughafenausbau, eine Strassenverlegung, die Sanierung eines Stadtteiles, der Abriss eines Gebäudes, die Umwidmung von Grundstücken und und und… Es dauert Wochen, Monate, Jahre mit hunderten an Sitzungen und Verhandlungen und dann passiert was….. ?

Gar nichts!

Der Salzstock von Gorleben als Endlagerung für Atommüll: Mein Sohn musste 36 Jahre alt werden, so lange benötigte es, damit wir jetzt in der Zeitung, juristisch belegt bestätigt bekommen, was zur Geburt meines Sohnes bereits klar war, diese Lagerstätte ist für radioaktiven Mülls nicht geeignet.

Flughafen Berlin und viele andere Beispiele, die Sie aus eigener Erfahrung kennen belegen die bisher träge Haltung unserer Entscheidungen. 

Welchen Wust an Steuergesetzgebungen gibt es nicht, die denen, die nicht durchblicken, Geld entziehen und denen, die geschickte Steuerberater haben, Unsummen von Geld einbringen.

Wer kennt nicht die unerträglich langen und umständlichen Sitzungen, in denen unsere Bürokratien mit Hilfe von Mitarbeitern, Fachleuten, Gewerkschaften, Verbänden, Interessensvertretern …… über Parkgebühren, Fahrradwege, gendergerechte Bezeichnungen, Auffahrten, Umfahrungen und Gehaltserhöhungen für KindergärtnerInnen verhandeln.

Aber das Abstandhalten – social distancing –  war zack zack durch- und umgesetzt!

Als die Maskenpflicht von unserem Kanzler Kurz nach einigen Tagen der Vorbereitung, „seinem Volk“ vorgestellt war – eine Woche zuvor war er noch dagegen – wurde diese erstaunlich schnell umgesetzt! 

Und wieso konnte so schnell entschieden werden? 

Da das Virus in China ausbrach und die Regierung dort über eine Entscheidungsstruktur und Durchsetzungsmacht verfügt, die wir hier nur im Falle einer Pandemie einsetzen dürfen und es nach dem Vorbild Chinas, auch taten?

Real- und Geldwirtschaft

Betrachten wir die wirtschaftlichen Voraussetzungen ( Geld- und Realwirtschaft) auf die Corona traf, so waren die viele Pleiten und Konkursen absehbar.

Einigen Volkswirten ist das eine Freude, meinen sie doch, im Zuge von Corona die vielgescholtenen Zombis eliminiert zu bekommen, die sich angeblich nur mehr durch staatliche Maßnahmen am Markt halten können.

Dass jetzt sehr viele „gesund“ wirtschaftende Firmen in den Konkurs getrieben werden, ist absehbar. Firmen, die sehr wohl über Rücklagen, auch in Form von Eigentum verfügen, werden diese sehr schnell aufgezehrt haben. Trotz Eigensicherung und guter Leistungen werden sie vom Markt verschwinden. 

Und die staatliche Hilfe? 

Das sind Schulden bis in die übernächste Generation!

Eine Verschiebung der Märkte einerseits in Richtung Internet, aber auch die Rückführung globaler Abhängigkeiten in zeit- und ortsnähere Einheiten ist coronabedingt ebenfalls geboten und findet statt.

Corona hat auch eine ungeheure Schubkraft in Richtung Digital-Geld! 

Wieweit damit das Ungleichgewicht von Geld- und Realwirtschaft noch verstärkt wird und unser hoch verschuldetes Geldsystem kippt, ist abzuwarten.

Mediale Erregungsgesellschaft

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges haben uns in Deutschland, Österreich und der Schweiz Bild, Blick, Stern, Kurier, Kronenzeitung……

begleitet von den Medienanstalten öffentlichen Rechtes, 

adjustiert durch intelligente Parteifunktionäre

wöchentlich, monatlich, jahreszeitlich ihre Gewichtung brisanter Themen serviert.

Diese (meist) Herren haben genau gesteuert, wie, wann und in welcher Weise unsere Emotionalität anzusprechen ist, wie Verzweiflung, Angst, Aussichtslosigkeit, Hoffnung, Erregung, Trauer, Wut und Entsetzen zielführend eingesetzt werden kann, um Themen zu forcieren, zu gewichten, zurückzudrängen, oder gar hinter Emotionen verschwinden zu lassen.

Vergleichen wir die Strategien der Medien mit unserem Immunsystem, so kommen wir zu dem einfachen Schluss: Erregbarkeit im Sozialen ist das, was Infektion und Ansteckung für unsere Körper ist.

Diese von Peter Sloterdijk immer wieder klug  durchgeführte Parallelführung genügt vielleicht, um zu ahnen:

Wieso im Sozialsystem mit Corona die Erregungsskala uns 

von 

– „möglicher Erkrankung“ (Grippe), an der wir auch sterben könnten

-zur 

„viralen Infektion“ ( Corona) 

die unweigerlich zum Tod führt 

kippte.

Oder anders gesprochen: 

Bisher waren Erreger – wie bei Grippe – eher auf das Schicksal des Einzelnen bezogen, während bei Covid-19 das Schicksal des Einzelnen in den Bereich der politischen Verantwortung, und damit in Absehbarkeit und eine notwendige Beherrschbarkeit gedrängt wurde.

Das heißt, diese Krankheit, hat sich von etwas unabsehbar Schicksalhaftem, dem wir uns hinzugeben haben, zu etwas absehbar Behandelbarem verwandelt, das vom Gesundheitssystem, in Verbindung mit Biochemie und „social distancing“ kontrollierbar scheint.

Paranoia der Politik

Als Katastrophenfall wurde Corona zur politischen Frage und damit zu etwas völlig anderem!

Zum Zeitpunkt, als Corona als Pandemie eingestuft wurde, begannen die Politiker es als die größte Gefährdung ihrer Macht wahrzunehmen, wodurch sogar das bisherige Primat – die Wirtschaft – vom Platz eins verdrängt wurde.

Zusammenfassung:

Nehmen wir hier die Wirkung von Corona auf die genannten vier Sozialbereiche, wie

– die Verwaltung, deren 

träge Entscheidungsfindung und meist verzögerte Umsetzung von Verordnungen

– die Real- und Geldwirtschaft mit ihrer Verwicklung von Staat und Wirtschaft

– die Medienlandschaft mit ihrer Erregungskraft, und

– die Politik mit ihrer medienverstärkten Paranoia vor dem Machtverlust, 

so riechen wir zumindest etwas von dem  Gestank, vor dem uns das Tragen der Masken schützen soll!  

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