„Frau Doktor: zum Diktat !“

 die Büchse der Pandora – ein Theater der Nationen

Zurzeit wird auf vielen Bühnen das Stück  

„euer Corona-Betrug – unsere Verantwortung“ gegeben.

Die Hauptrollen sind an Virologen, Immunologen, Ärzte und Wissenschaftler aller Fachrichtungen (2) wie an Minister, Kanzler und mutige Journalistinnen und andere Maulhelden vergeben.

Es handelt sich dabei um Großveranstaltungen mit der Beteiligung tausender Laienfachleute, die als Fußtruppen der gegnerischen Nationen dienen und deren Anliegen lautstark verstärken.  

In dem Stück, das alle anderen Theaterstücke und Musikveranstaltungen von den Bühnen verdrängen konnte,  geht es darum:

Haben wir es mit einer Pandemie zu tun oder nicht?

Gibt es eine zweite Welle der Ansteckungen oder nicht?

Ist das Virus eines von vielen Viren?

Ist diese oder jene Statistik als Parameter, diese verodnete Maßnahme richtig, und natürlich – wie in jeder melodramatischen Komödie – 

geht es auch darum: 

Wer gewinnt an dem Schlamassel?

Rudolf Stichweh hat in einem seiner Artikel: „ Simplification of social life. The corona pandemic and the functional differentiation of world society, June 2020“  in einer Aufzählung, die unsere Gesellschaft beherrschenden Systeme, neben Geld, Recht, Liebe (Familie) usw. auch die Gesundheit genannt.(1)

Ja, das Gesundheitswesen geht aus dem Kampf der Nationen sicher als Sieger hervor!
Einsichten, wie es zu der weltweiten Krise kam werden wir nicht bekommen, wenn wir nur das Wissen über Gesundheit und Krankheit anwenden. Genau genommen, müssen wir alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens soziologisch befragen!

Gesundheitswesen:

Es war schon zuvor klar, aber Maßnahmen wie Abstandhalten, Maskenpflicht und alle die begleitenden hygienischen Maßnahmen machten deutlich, dass neben Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien die Gesundheit jederzeit die Überzeugungskraft besitzt, für länger Zeit den ersten Platz in der Hierarchie der Aufmerksamkeiten einzunehmen und alle anderen Systeme auf untergeordnete Plätze zu verweisen.

Dass Gesundheit ein Thema ist, das viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann und die Umweltfrage über ökologische Lebensmittel und veganer Ernährung ein (lifestyle) Mittel ist, um die Umweltfrage dem Bürger schmackhaft zu machen, ist längst bekannt.

Das vor Corona alles beherrschende Umweltthema scheint dagegen unter Corona unwichtig geworden zu sein.

Könnte nicht sein, dass durch Corona indirekt, nämlich über die Gesundheit, unsere Umwelt wieder aktuell wird, aktueller als durch die Veröffentlichung abstrakter Daten zu CO2, Erderwärmung und Artensterben?   

Kommt durch Corona die Umweltfrage in anderer Form zur Wirkung, indem sie uns dort erwischt wo wir sehr empfindlich und ansprechbar sind?

Hören wir in unserer Konsumgesellschaft nicht immer erst dann hin, wenn etwas aus dem Bereich des Möglichen ( des Konsums) lebensbedrohlich wird, wenn etwas unser eigenes Überleben und das soziale Zusammenleben real gefährdet? 

Dass Viren und Bakterien uns Menschen immer schon durch sich verändernde Umweltbedingungen geleitet haben und uns immer wieder auf soziale Schwächen ( die Entwicklung der Städte und die Pest) hinwiesen, mag so gesagt sein. 

Die Dramaturgie der gegenwärtigen Ereignisse spricht aber eine deutliche Sprache, die die These verstärkt:

Es könnten sich bei Covid 19 um eine mikrobiologischen Antwort auf erhöhte Umweltbelastungen, in Kombination mit einer fehlenden sozialen Anpassung handeln.

Was ist nun mit den Ärzten, Wissenschaftlern und Politikern, die sich um das Schwer- oder Leichtgewicht Corona bühnenreif streiten und dabei ganze Glaubensgemeinschaften hinter sich vereinigen? 

Was ist, wenn die streitenden Parteien sich einigen würden, dass Corona nichts anderes als eine der üblichen Grippewellen ist und mit der Einsicht das ganze Theater zu Ende wäre?  

Dann ist aber immer noch nicht klar, wieso dieses winzige Teil weltweit so ein Chaos angerichtet hat.

Denn keiner wird ernsthaft behaupten können, das ganze Chaos haben wir nur, weil Dr. Drosten in Berlin so einen Test entwickelt und falsche Daten rausgegeben hat!

Das Soziale gehört auch zu unserer Umwelt und zur Umwelt der Coronaviren: unsere Umwelt ist nicht nur durch CO2 belastet, sondern auch durch Komunikation, durch unseren Umgang mit Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit:

Wenn einmal etwas aus der Dose der Pandora, aus dem Bereich der Möglichkeiten, die so oder so sein könnten, oder sich auch anders entwickeln können ( wie die Grippe bisher), in den Bereich der Wirklichkeit ( dem Infektionsverlauf von Covid-19 in Wuhan, in der Lombardei, in England und Amerika) entwichen ist,

haben wir den Eindruck,

da es ja jetzt da ist

und wir es beobachten,

könnte es

auch abgewendet werden. 

Wir müssten es nicht mehr nur schicksalhaft annehmen. Zurück in die Dose optionaler Möglichkeiten aber können wir es auch nicht mehr befördern! 

So lassen sich Möglichkeiten, sind sie einmal Wirklichkeit geworden, nicht mehr in den weit angelegten gemütlichen Bereich von Imagination und Optionen abschieben, sondern mit jeder freien Möglichkeit rückt deren Realisierung erschreckend nahe! 

Ja, die Möglichkeit wird zur erschreckenden Ankündigung ihrer Realisierung ( „es wird eine zweite Welle der Ansteckung geben“, „Corona werden wir nicht mehr so leicht los“).

Das Trennen der beiden Bereiche – Wirklichkeit, Möglichkeit -gelingt nicht mehr so leicht, da wir denken, es liegt jetzt an uns, diese Möglichkeiten beherrschen zu müssen.

Wird die Büchse der Pandora einmal geöffnet herrscht Irritation! 

Nach solchen Ereignissen zum Alltag zurückzukehren, ist nicht einfach:

Das Gefahrenszenario herunter zu fahren, ist nicht einfach!

Die Empfindlichkeiten und aufgebauten Ängste können nicht einfach abgebaut werden!

Zurück zu dem, „das ist einfach nur eine Grippe“, das geht nicht, auch wenn es mit Fakten zu belegen wäre!

Die Büchse der Pandora ist geöffnet und, wie eine Art geistiger Verwirrung verbreitet sich unter uns die Auffassung, wir müssten das in den Griff bekommen!

Auch wenn Daten objektiv bereinigt werden würden und Infizierte auch wirklich Kranke sind,

Tote auch wirklich an Corona Verstorbene sind,

werden wir lange keinen Daten mehr trauen und jeder Infizierte ( ob krank oder nicht!) wird millionenfach über die Medien zum Gefahrenpotential hochgerechnet.

Auch die Reaktion der Politik, wie Lars Clausen uns in dem Kommentar auf den letzten Beitrag (3) nahelegt, dass Politik nie Fehler eingestehen kann, gehört hierher! 

Die Wirkung der fehlenden Trennung von Möglichkeit und Wirklichkeit bekommt jede BetriebschefIn, jede SchuldirektorIn jede FilialleiterIn, jede Angestellte zu spüren (ob sie jetzt an Corona glaubt oder nicht), muss sie doch alle Maßnahmen genauestens einhalten, da ein einziger positiver Fall, tritt dieser in dem Betrieb auf, in allen Medien präsent sein wird – egal ob das gesundheitliche Wirkungen hat oder nicht? 

Die Betroffenen ahnen im Voraus, was da auf sie zukommen wird!

Und so verschafft sich die Natur über die Gesundheit Wirkung, die wir so nie geahnt hätten.

GL, hat spekuliert 

(1)

https://www.academia.edu/43262755/Simplification_of_social_life._The_corona_pandemic_and_the_functional_differentiation_of_world_society_June_2020

(2)

(3)

https://luhmannsschwarzehefte.wordpress.com/2020/09/11/ende-der-moglichkeiten/

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