Kommentar zu „Wie aus gemeinsamer Blödheit soziale Klugheit wird„

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„Wie aus gemeinsamer Blödheit soziale Klugheit wird“

Als müsste es so sein, kaum stößt eine Dame zur Herrenrunde und die Spannungen „beginnen“ sich zu lösen.

Eine ähnlich entspannende Lösung vermutet AntjeTschira, passend zum Pfingstfest, in der Integration unterschiedlich lokaler, fachlicher, unterschiedlich interessengeleiteter Gruppen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur im Zusammenhang mit politischen Entscheidungen, deren Eindimensionalität in der Coronakrise offensichtlich wurde.

Fritz B. Simon weist uns dann auf die unterschiedliche zeitliche Dimensionen bei Entscheidungsfindungen hin, die, wie uns die Coronakrise deutlich machte, zuerst von wenigen schnell gesetzt werden mussten, wir aber jetzt im Hochfahrenuns den „Luxus“ eines „Stakeholder-Managementwerkzeuges“ ( Steffen Roth) leisten könnten.

Da Zeitlichkeit angesprochen wurde, sollte nicht unerwähnt bleiben, wie oberflächlich wir sind, wenn wir

die Zeitfrage nur auf aktuelle Handlungsreaktionen und deren Korrekturen beschränken, denn Corvid 19 legt tiefe in der Vergangenheit liegende Versäumnisse der Wissenschaften geradezu plakativ offen.

Wobei „Versäumnisse“ nur eine kümmerliches Hilfswort ist für die Wirklichkeitsfremdheit, für das Unvorbereitet-Sein der Wissenschaft, auch in den Krisenstäben!

Scheinbar achtet die Ansammlung hochspezialisierter Fachleute mehr auf ihre Posten, mehr auf die Anerkennung von Kollegen, mehr auf Zugang zu Geldern und Macht als auf jene soziale Wirklichkeit, in die ihre Fächer geraten könnten.

Aber die Damen und Herren Wissenschaftler, Soziologen und Philosophen lassen sich nichts anmerken, wie unvorbereitet sie in diese Krise hineingeschlittert sind, im Gegenteil sie genießen Aufmerksamkeit, Bedeutung und sichern sich weiterhin die Interpretationshoheit!

Wenn andere Bereiche über „Formate“ in die Entscheidungsfindung miteinbezogen werden sollen, könnte auch gefragt werden, was z.B. von der Kunst gelernt werden könnte.

Wie könnte die Beobachtung von Kunst und deren Übersetzung in den gebräuchlichen Alltag – auch den mit und in einer Pandemie leben zu müssen – uns helfen?

Um nur zwei Punkt anzudeuten:

Künstler rechnen immer mit dem Ernstfall,

deren Ergebnisse sind immer schon „Hochrechnungen“ auf den Ernstfall,

loten immer die maximale Spannung des Möglichen – durch Überhöhung, Satire, Komödie, Tragikomödie ( Stilmittel) – aus,

rechnen immer mit der sozialen Wirklichkeit, indem sie eine Wirklichkeit – Modellhaft oder als Erzählung –

selbst erschaffen (und erhöhen sich selbst im Übermaß, wie gerade eben!)

Ergänzend:

Das kontroverse Thema „Schlanker Staat“ ( Steffen Roth) kann unter dem Damoklesschwert „ jetzt erklären Sie das Mal Herr Roth“ ( Fritz B. Simon), schwer differenziert behandelt werden, bedarf es dazu, da historisch durch Lagerdenken schwer belastet, einer äußerst behutsamen und ausführlichen Annäherung!

GL

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