Heft Xn – Armin Nassehi geclont – eine Satire

Heft Xn – Armin Nassehi geclont – eine Satire

„Was willst Du mit „Luhmanns Schwarzen Heften“?

Diese Frage wird mir immer wieder gestellt.

Wer sich die Aufzeichnung des Vortrags von Nassehi angehört hat, der kann die Frage eigentlich nicht mehr stellen, sondern müsste sagen:

„Um gegen so a „Sau-Blödheit“ an’z komma, musst scho mit schärfere Gschütz aufwartn!“

Als Österreicher glaub ich, dass Jemand wie Prof. Nassehi ein absoluter Fake ist, den die Deutschen sich ausgedacht haben, um uns und der weiteren Welt, diesen als den Vorzeige-Deutschen zu verkaufen, der uns und der ganzen Welt die Welt erklären soll.

Die Deutschen meinen ja immer und überall und besonders im Urlaub, nur Sie wüssten, wie der Hase läuft und Armin Nassehi weiß das besonders gut.

Ich bin sonst überhaupt nicht anfällig für Verschwörungstheorien, aber in Bezug auf die Professor Nassi bin ich für alles offen.

Das Motiv, einen solchen Popanz aufzubauen ist eigentlich einfach zu durchschauen. Motive sind doch wichtig bei Verschwörungstheorien?

Es wird wohl ein deutscher Stiftungsrat gewesen sein, der sich in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gefragt hat, wie müsste ein idealer Deutscher am Beginn des 21 Jahrhunderts aussehen:

Er darf keinen deutschen Namen haben, sondern der Name müsste so klingen, als käme sein Vater direkt aus der Wüste, war zumindest Händler in einem der Basare der Medina.

Der, so wurde dann festgelegt, muss unser Krautdeutsch wie auf Knopfdruck abrufbar beherrschen, er soll ein wenig dem Adorno ähneln, so dass er auch als Israeli durchgehen könnte, darf auf keinen Fall als Linker auftreten, aber, er sollte wenn möglich, eine Linke Zeitung herausgeben.

Das Entscheidende wird sein, legte das Gremium fest:

„Er sollte, wie das für einen guten Deutschen im 21. Jhdt. gehört, für gelungene Integration stehen und die Welt belehren können. Denn die Aufgabe des Deutschen war und wird immer sein, der Welt das Denken beizubringen.“

So wurde das in der Ethikkommission und im deutschen Stiftungsrat beschlossen und wie bei den Deutschen so üblich auch durchgeführt, ein junger Schüler oder Student soll gesucht werden, der diesen Vorstellungen entspricht und der dann gefördert und befördert wird wo es nur geht.

So wurde diese Figur aufgebaut. Das beste und wirklich gelungene daran ist, Prof. Dr. Armin Nassehi weiß selbst gar nicht, dass er ein Klon ist und für uns diese Rolle abzugeben hat.

Erklärt er uns doch mit dem Brustton der Überzeugung was die Demokratie einmal erreichen wollte. Er aber wird uns jetzt den nächsten Schritt, der über die Demokratie hinausgeht, erklären:
In Stiftungsräten, im Ethikrat und in Sozialexperimenten werden von abgehalfterten CIOs, von ehemaligen Vorsitzenden der Deutschen Bank, denen man noch den Anschein einer Macht zugestehen will, von Professoren – hört, hört – die großen Fragen der Zukunft behandelt und ausprobiert.

Nicht von irgendwelchen Professoren, nein, sondern interdisziplinär und Praxis orientierte sind diese Gremien eingerichtet und ab und zu fällt einem der Mitglieder dann auch auf, dass er, weil er zu jemandem spricht, mit dem er sonst nicht spricht, wirklich tiefsinnige Sätze zu Stande bringt.

Dort werden die „anschlussfähigen“ Fragen der modernen Zeiten behandelt, wird uns eröffnet!

Als hätte man ihm den Luhmannschen Katechismus einprogrammiert betet Professor Nassi uns den Sermon einer funktional differenzierten modernen Welt runter und bemerkt selbst nicht, was er da für Plattitüde von sich gibt.

Wie ein Speichellecker nährt er sich aus der Ursuppe autonomer Systeme und führt uns bedeutend vor, dass Wirtschaft Gewinne macht, Kunst Autorenschaft hat – Hört! Hört! – im Recht Verfahren eingehalten werden und jeder für sich vor-sich-so-hin-werkelt.

Ja Hallo! Da haben wir aber wieder was gelernt!

Nur bedenken Sie, die stillen, die unsichtbaren Kräfte der Gesellschaft sehen wir nicht, denn es gibt die Geister der Zwerge und Homunculi, die immer alles verkleinern wollen, von denen nur der Spezialist weiß.

Hört auf die Botschaft des Herrn der Ringe!

„Wussten Sie schon, wieso die Rechten sich nicht für den Klimaschutz engagieren? Das können die gar nicht! Obwohl, Scholle und so, das wäre doch auch ihr Anliegen“, verwundert sich unser versiert sprechender Überall- und Immer-Redner.

Denn das Klima, ja das Klima ist das Beispiel für einen komplexen Sachverhalt. Komplex, das sollten wir ja nicht mit kompliziert verwechseln: aufpassen bitte! das wird das nächste Mal abgefragt!

Die Rechten haben aber diese Zwergenkrankheit – auf Luhmannjanisch – sie vereinfachen alles, können und wollen komplexe Zusammenhänge nicht sehen, ähnlich wie die Linken, die letztlich auch nur eine autoritäre Welt wollen, so unser polierter Glatzkopf, der mit seinen wachen Augen immer und überall ist und mit dem Publikum so jovial spricht, als würde dieses aus Handlangern und Bierzeltbesuchern bestehen.

Sein Wasser wird nie trüb, Zweifel kennt er nur in Bezug auf Andere und immer wenn er große Themen wie Nachhaltigkeit, Ökologie, Gerechtigkeit usw. anspricht wird deutlich, dass alle die, die meinen etwas dazu sagen zu können, nichts verstehen. Nur diejenigen verstehen etwas, die Luhmanns Systemtheorie kennen, denn nur die können die der Komplexität der Fragen entsprechende Antworten geben.

Und da unser Herr Professor nur einen kennt, der das Luhmann-sprech wirklich brilliant beherrscht – und das er selbst ist – weiß nur er, wie die komplexen aber nicht komplizierten Fragen der modernen Zeiten gelöst gehören.

Meine größte Bewunderung gilt der Einsicht, der Umsicht und Voraussich jenes Stiftungsrates, und der Durchführung des Plans, der mit mehreren Zielen versehen war und letztlich mehr Ziele als anvisiert abdecken konnte.

Haben Sie es doch fertiggebracht dem Kandidaten jenes Gehabe zu vermitteln welches heute als das Attribut für Macht steht:
„Blödsinn zu sagen im Wissen, dass man Blödsinn sagt.“

Professor Nassi nimmt Luhmanns Theorie tierisch ernst, da versteht er keinen Spaß aber Blödsinn streut er ein, das hat er vom Meister gelernt der sagte, wenn es um Sinn geht, braucht es auch Blödsinn und übertraf damit sogar die Dadaisten.

Der Stiftungsrat, der Professor Nassi erschuf übertraf auch noch Luhmann!

Ich meinerseits bin sehr froh, dass Deutschland es sich leisten kann so einen Fake im großen Stil durchzuführen, irgendwer muss ja bei Betriebsversammlungen, Aktionärstreffen, in den Stiftungsräten, für die Oma im Fernsehen und an Hochschulen klären was Blödsinn ist!

Weiter so!

Die nächste Staffel wäre: die Geister die ihn riefen berufen Ihn in die Politik?

2 Kommentare zu „Heft Xn – Armin Nassehi geclont – eine Satire“

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